03
Dez
2011
03.12.2011
Norbert Röttgen – Scheinheiliger des Tages
Der Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat sich vor wenigen Tagen vor dem UN-Klimagipfel in Durban (COP17) die Forderung aufgestellt, für jeden Menschen müsse ein einheitliches CO₂-Budget gelten. Heute wurde bekannt, wie sehr er dabei „mit gutem Beispiel“ vorangeht.

Norbert Röttgen im Kreis von Atomkraft-Gegnern
Foto: ohallmann via
flickr.com
CDU-Politiker, Opportunist, Klima-Kommunist oder Scheinheiliger?
Zunächst ein Ausschnitt aus einem
Bericht von Spiegel online über Röttgens Gedanken zur Klimapolitik:
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) plädiert vor dem Gipfel dennoch für weltweit einheitliche Ziele. In der künftigen Weltklimapolitik solle ein einheitliches CO₂-Budget für jeden Menschen festgelegt werden, sagte Röttgen im Interview mit dem SPIEGEL. „Es ist vernünftig und geboten, eine globale Wettbewerbsordnung zum Schutz des Klimas einzuführen.“ Das Endziel sei „ein Pro-Kopf-Budget für die Emission von Treibhausgasen, das für jeden Menschen auf der Welt gilt.“
Dieser Vorschlag ist schon für sich genommen blanker Unsinn:
Fast überflüssig zu bemerken: CO₂ hat keinen wesentlichen Einfluß auf das Wetter, es gibt keine Korrelation zwischen CO₂-Konzentration und Oberflächentemperaturen, alle darauf basierenden Prognosen und Modellrechnungen der AGW-Vertreter sind gescheitert. Die behauptete Erwärmung ist weder einzigartig (siehe z.B. Hockeystick-Fälschung) noch in vollem Umfang real, sondern teilweise durch Datenmanipulation erst herbeimanipuliert. Alles das könnte Röttgen wissen, wenn er sich unabhängig informieren würde.
Für einen Politiker einer nichtsozialistischen Partei schlimmer aber ist der klima-kommunistische Vorschlag eines einheitlichen CO₂-Budgets für jeden Menschen. Selbst wenn CO₂ ein Schadstoff wäre (was es nicht ist), gibt es keinen Grund, die Unterschiede der natürlichen Lebensgrundlagen einfach per Gleichschaltungsdekret („Pro-Kopf-Budget für die Emission von Treibhausgasen, das für jeden Menschen auf der Welt gilt“) auszublenden: Die CO₂-Emissionen pro Kopf werden vom Entwicklungsstand und von der natürlichen Umgebung (warm oder kalt) wesentlich beeinflußt. Wenn ein einheitliches CO₂-Budget gelten würde, wäre auch die Forderung nach einem einheitlichen Sonnenlicht- und Wärmebudget gerechtfertigt. Warum sollte der im Norden Europas lebende Mensch für seinen Wohnort, der im Winter lange kalt und dunkel ist, bestraft werden, während Menschen in Äquatornähe das ganze Jahr über in kostenlosem Licht und Gratis-Wärme leben dürfen?
Gleichmacherei ist Kommunismus, Herr Röttgen. Diese Gesellschaftsordnung wollen wir hier nicht haben, hunderte von Millionen von Menschen haben diese fehlgeleitete ideologische Grundlage für mörderische Diktaturen bereits überwunden. Sie können das auch!
Nachtrag: Lesen Sie auch
diesen Kommentar von Steffen Hentrich auf
oekowatch.org.
Der
Express berichtet:
Ausgerechnet der Umweltminister
Röttgen und die Dienstwagen-Posse in Hamburg
Hamburg/Berlin – Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat seinen Dienstwagen leer nach Hamburg fahren lassen, damit er ihm dort für zwei Stadtfahrten zur Verfügung steht.
Sein Ministerium bestätigte am Samstag einen entsprechenden „Focus“-Bericht. Röttgen selbst war von Berlin aus mit dem Zug nach Hamburg gefahren, weil dies schneller ging.
Für alle Menschen ein einheitliches CO₂-Budget, Herr Röttgen, oder soll das doch nur für das „gemeine Volk“ gelten? Vielleicht sollte der Herr Minister die besinnliche Weihnachtszeit nutzen, um darüber nachzudenken,
ob es sich für eine Volkspartei lohnt, grüner sein zu wollen als die Grünen,
ob es nicht wie in Großbritannien Zeit wird, sich aus dem Klima-Gedankenkäfig zu befreien,
und ob es legitim ist, eine CO₂-Gleichschaltung der ganzen Welt vorzuschlagen und gleichzeitig bedenkenlos Energie und öffentliches Geld zu verschwenden.
Quelle (externer Link) (2051)
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Letzte Aktualisierung: 15.01.2013