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30
Mär
2010

30.03.2010
Klimaschwankungen für Angkors Untergang verantwortlich?
Brendan Buckley von der Columbia University in New York und seine Kollegen berichten im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences über ihre Forschungsergebnisse, nach denen nicht rivalisierende Reiche, sondern zwei langanhaltende Dürren undextremer Monsunregen zum Untergang der größten vorindustriellen Siedlung von Angkor im heutigen Kambodscha geführt haben.

Tempelanlage von Angkor Wat, Kambodscha
Tempelanlage von Angkor Wat, Kambodscha,
Foto: ScubaBeer via flickr.com

Spiegel Online schreibt:

Dürrezeiten und extreme Regenfälle trugen möglicherweise zum Ende von Angkor bei, dem Zentrum des kambodschanischen Khmer-Imperiums im 15. Jahrhundert. Hinweise darauf haben Forscher jetzt in Baumringen gefunden.

Washington – Groß-Angkor war wohl mit Abstand die gewaltigste vorindustrielle Siedlung der Welt. Die vor etwa 900 Jahren im heutigen Kambodscha entstandene Stadt erreichte eine Fläche von mehr als 1000 Quadratkilometern, wie Forscher 2007 herausgefunden haben. Heute steht mit der Tempelanlage Angkor Wat nur noch ein Bruchteil der antiken Siedlung. Warum aber ist die Metropole des Khmer-Imperiums untergegangen?

Bislang tippten Forscher auf großflächige Abholzungen oder rivalisierende Königreiche. Ein Wissenschaftlerteam präsentiert nun eine neue Erklärung: Zwei lang andauernde Dürrezeiten und extremer Monsunregen könnten zum Ende von Angkor beigetragen haben, berichten Brendan Buckley von der Columbia University in New York und seine Kollegen im Fachblatt „Proceedings of the National Academy of Sciences”.

Buckley und seine Mitarbeiter hatten mit Hilfe von Baumringen aus Vietnam das regionale Klima vom Jahr 1250 bis zur Gegenwart rekonstruiert. Dabei fanden sie deutliche Schwankungen, bevor Angkor, die Hauptstadt des blühenden Khmer-Reiches, aufgegeben wurde. Allein von 1340 bis 1360 und noch einmal von 1400 bis 1420 muss die Region zweimal eine lange Trockenperiode mit schwachen Monsunregen erlebt haben. Dies müsse die Landwirtschaft im dicht besiedelten Kambodscha schwer getroffen haben.

Ebenso verhängnisvoll könnten sich die folgenden Regengüsse ausgewirkt haben. Die Baumring-Analyse zeige, dass der zweiten Trockenzeit abrupt eine Phase extremer Monsunregenfälle folgte. Diese könnten zu Überschwemmungen geführt und das ausgefeilte Bewässerungssystem des Khmer-Reiches zerstört haben.

Archäologische Quellen zeigen, daß sich um Angkor einst ausgedehnte gemauerte Bewässerungssysteme erstreckten. Es gebe Hinweise, daß diese um 1450 durch Überflutungen beschädigt und teilweise verfüllt wurden, berichten die Forscher. Die Untersuchung zeige, wie schnell Klimaveränderungen zu einer Gefahr für die Menschen in Asien werden können.

Extreme Klimaschwankungen vor 550 Jahren – da wird man die Schuld wohl kaum dem westlichen Öl- und Kohlekonsum zuschreiben können. Schwankungen hat es schon immer gegeben, ganz ohne fossile Brennstoffe, ganz ohne CO₂ als Ursache.

Die Studie leidet an einer Kardinalschwäche: Wie die ClimateGate-E-Mails belegten, sind Baumringe als Klimaproxy kaum geeignet. Aus nur einem einzigen Meßwert, nälich der Stärke von Baumringen eines besimmten Jahres, auf eine Vielzahl von Wachstumsfaktoren (z.B. Wärme/Kälte, Trockenheit/Feuchtigkeit/Überflutung, Helligkeit/Dunkelheit, Nährstoffversorgung/Verfügbarkeit von CO₂) zu schließen, ist ohne Hinzunahme anderer Analysen praktisch unmöglich. Keith Briffas Baumringe zeigten ab 1960 einen vermeintlichen Temperaturabfall, während Temperaturmessungen aus dieser Zeit eine Erwärmung bewiesen. ClimateGate-Jones wußte Rat: Er ließ die mißliebigen Daten, die die Untauglichkeit des Baumring-Proxys bewiesen hätten, einfach verschwinden („Hide the decline”). Ob Buckely et al. sich nur auf Baumringe stützen, geht aus dem Spiegel-Online-Artikel leider nicht hervor.

Der letzte Satz ist wieder typisch für die alarmistische Grundhaltung des Spiegel: Die Anfälligkeit menschlicher Kulturen gegen Klimaveränderungen wird in den Vordergrund gestellt, nicht die Tatsache, daß es bewiesenermaßen bedeutende Klimaschwankungen offenbar ohne menschlichen Einfluß gegeben hat. Die Aufgabe angesichts einer sich wandelnden Welt ist es, Resilienz und Widerstandskraft gegen Umwelteinflüsse zu entwickeln. Sich auf einen unwichtigen Faktor wie CO₂ zu konzentrieren, ist dabei nichts als Ressourcenverschwendung.
externer Link Quelle (externer Link) (953)

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Leserbrief von Dr. Albrecht Glatzle zu Landwirtschaft und Klimawandel Dr. Albrecht Glatzle lebt in Paraguay und stellt in diesem Leserbrief an das Mennoblatt einige Auffassungen zu Landwirtschaft und Klimawandel richtig.

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Letzte Aktualisierung: 15.01.2013