War Kyrill ein Beweis für die Zunahme von Extremwetterlagen?

Am 18. Januar 2007 fegte ein Sturmtief mit dem Namen „Kyrill” über Mitteleuropa hinweg und hinterließ in einigen Landstrichen große Schäden an Gebäuden und besonders in den Wäldern.

Die Schäden, die Kyrill hinterlassen hat, waren augenscheinlich besonders groß. Kann man daraus ableiten, daß zukünftig schwere Stürme zunehmen und immer mehr schwere Schäden verursachen werden?

Nein, dieser Schluß ist falsch!

Die großen Schäden durch Kyrill sind ganz im Gegenteil eher ein Zeichen dafür, daß Extremwetterereignisse abnehmen. Wenn nämlich starke Stürme häufiger würden, wären die meisten der Schäden, die jetzt Kyrill ausgelöst hat, bereits vorher von einem anderen Sturm verursacht worden. Oder einfacher ausgedrückt: Die wackeligen Bäume und die Bäume, die durch Teilrodungen an den Rand des Waldes geraten sind, wären schon vorher bei irgendeinem anderen Sturm umgekippt. Weil aber über längere Zeit kein starker Sturm mehr aufgetreten war, konnte Kyrill so viele Bäume entwurzeln.

Wenn es eine Erwärmung auf der Erde gibt – einiges scheint dafür zu sprechen, daß es von 1980 bis 1998 zu einer Erwärmung gekommen ist – dann nehmen dadurch die Temperaturgegensätze eher ab. Ergebnis: Die Unwetter werden weniger. Und genau das können wir seit einigen Jahren beobachten. Da helfen auch keine Kassandrarufe der Treibhausanhänger im Auftrag der Versicherungswirtschaft: Die Schäden nehmen nicht durch vermehrte Unwetter zu, weil die Unwetter nicht zunehmen.


Valid HTML 4.01 Transitional

Zurück zur Startseite

Letzte Aktualisierung: 27. März 2008