Treibhaus Venus?

Venus-Fakten

Bild der Venus
Venus, aufgenommen von Mariner 10, Foto: NASA, public domain

Die Venus ist der zweite Planet unseres Sonnensystems und fast genauso groß wie die Erde. Ihr Abstand von der Sonne ist jedoch nur etwa 72,3% des Abstands, den die Erde von der Sonne hat. Da die Strahlungsmenge pro Flächeneinheit mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt, empfängt sie von der Sonne im Vergleich zur Erde etwa die 1,9-fache Strahlungsmenge. Auf der Venus herrschen an der Oberfläche sehr hohe Temperaturen (lt.externer Link NASA 462 °C), Blei wäre auf der Venus flüssig. Die Atmosphäre der Venus besteht zu etwa 96,5% aus Kohlendioxid (CO2).

Gibt es einen Treibhauseffekt auf der Venus?

Sind die hohe Temperatur und der riesige CO2-Anteil der Venus-Atmosphäre nicht zusammen ein schlagender Beweis für den Treibhauseffekt durch CO2?

Nein, das sind sie nicht!

Koinzidenz ist kein Beweis!

Zunächst einmal: Wenn zwei Ereignisse zusammentreffen, bei denen ein Kausalzusammenhang vermutet wird (auf der Venus also große Wärme und CO2), beweist das Zusammentreffen noch längst nicht den Zusammenhang. Sonst könnte man mit gleicher Berechtigung folgern, daß durch die Tatsachen, daß die Zahl der Störche und die Zahl der Geburten von 1965 bis 2005 in Deutschland abgenommen haben, bewiesen sei, daß der Storch die kleinen Kinder bringe. Solche gedanklichen Kurzschlüsse sind keine Wissenschaft!

Die Ursache der Hitze

Die Atmosphäre der Venus hat in etwa die 90fache Masse der Erdatmosphäre. Am Boden herrscht ein etwa fünfzigmal so hoher Druck wie auf der Erde. Unter diesen Umständen bedarf es keines Treibhauseffekts, um die unteren Zonen der Atmosphäre sehr heiß werden zu lassen. Statt dessen genügt der immense Druck zur Erklärung der hohen Bodentemperaturen völlig.

Sehr schön beschrieben ist das auf der Seite externer Link Der thermodynamische Atmosphäreneffekt von Dipl.-Ing. Heinz Thieme. Auf der Venus wie auf der Erde wird nämlich durch die gravitationsbedingte Verteilung der Dichte innerhalb der Atmosphäre auch die vorhandene Wärme entsprechend verteilt. Die von den Verfechtern der Treibhaushypothese immer wieder angeführte Behauptung, ohne den angeblichen „natürlichen Treibhauseffekt” würde auf der Erde eine Durchschnittstemperatur von -18°C herrschen, ist kompletter Unfug. Die vorhandene Energie (volkstümlich „Wärme”, an sich Enthalpie, vgl. Artikel bei externer Link Wikipedia) ist eben auch in der Höhe der Atmosphäre verteilt und konzentriert sich dort, wo der höchste Druck herrscht: unten, in Bodennähe.

Kein Treibhauseffekt auf der Erde

Ein Grundthese der treibhausgläubigen Klimatologen ist, daß angesichts der bekannten Strahlungsmenge, die die Erde von der Sonne empfängt und der nächtlichen Wärmeabstrahlung sich insgesamt eine globale Durchschnittstemperatur von -18°C einstellen müßte. Tatsächlich würde aber eine Durchschnittstemperatur von 15°C gemessen. Die Differenz erklärt sich angeblich aus dem „natürlichen Treibhauseffekt”, bei dem „klimawirksame” Gase einen Teil der Wärmeabstrahlung verhindern und so für die um 33° höhere Temperatur sorgen. Dies ist der Urbeweis für die Existenz eines Treibhauseffekts schlechthin. Und dieser Scheinbeweis ist falsch. Durch die Druckunterschiede innerhalb der Atmosphäre verteilt sich die Temperatur so wie wir es kennen: unten warm, oben kalt. Irgendein Treibhauseffekt ist zur Erklärung einer mittleren Temperatur von 15°C entbehrlich. Daraus folgt: Da man diesen angeblichen Effekt für die Erklärung der realen Oberflächentemperatur nicht benötigt, kann er aus der Betrachtung entfallen (das nennen Wissenschaftler „Ockhams Rasiermesser”: Überflüssige Teile werden aus der Theorie entfernt, vgl. Artikel bei externer Link Wikipedia). Kurz und gut: einen „natürlichen Treibhauseffekt” gibt es nicht – oder er ist unbedeutend, weil sich die herrschenden Temperaturen auf Venus und Erde ganz ohne ihn erklären lassen. Wenn aber der angebliche Effekt des auch schon vor allen menschlichen Aktivitäten vorhandenen CO2 nicht exisitiert, kann auch der angebliche Treibhauseffekt durch den behaupteten CO2-Anstieg durch menschliche Emissionen nicht existieren. Nebenbei bemerkt: Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, daß das von Menschen erzeugte CO2 nur etwa 1 bis 4 Prozent des gesamten auf der Erde produzierten CO2 ausmacht.

Bereits die Grundhypothese der Klimatologen, nämlich die angebliche Existenz eines „natürlichen Treibhauseffekts”, ohne den die Erde um 33° im Durchschnitt kühler sein sollte, ist falsch. Der gesamte These von angeblichen Treibhauseffekten irgendwelcher Spurengase ist damit genauso falsch.

Klima-Szenarien mit Treibhausgasen sind wertlos

Mit diesem Wissen wird dann auch klar, warum die Modelle und Szenarien der treibhausgläubigen Klimatologen nicht vorhersagen können, um wie viel die Temperatur bei einer Verdoppelung des CO2 ansteigen würde. Momentan schwanken die Aussagen zwischen 1 °C und 4 °C, also um den Faktor 4. Allein diese Abweichung genügte schon, um die Hypothese von Treibhauseffekt und klimawirksamen Gasen sofort und für alle Zeiten als unwissenschaftlichen Unsinn zu verwerfen. Ein korrektes Modell kann nur ein Ergebnis ausweisen: Der CO2-Gehalt der Luft hat keinen Einfluß auf Temperatur und Klima. Diese Vorhersage liegt ja auch näher an der Minimalvorhersage (1 °C) als die Maximalvorhersage (4 °C). Anders formuliert: sogar innerhalb der auf der falschen Voraussetzung eines atmosphärischen Treibhauseffekts beruhenden Szenarien der Anhänger der Treibhaushypothese ist die Ungenauigkeit so groß, daß die komplette Wirkungskosigkeit des CO2 innerhalb der Fehlergrenzen liegt. Selbst die Szenarien deuten also darauf hin, daß die Treibhaushypothese nicht stichhaltig ist.

Wissenschaftler widerlegen Treibhauseffekt

Oben haben wir ausgehend von den Verhältnissen auf der Venus gesehen, daß ein Treibhauseffekt, anders als die Klimalügner behaupten, zur Erklärung der tatsächlichen Temperaturen auf der Erde überflüssig ist.

Die beiden Wissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Gerlich (Dipl.-Phys.) (TU Braunschweig) und Dr. Ralf D. Tscheuschner (Dipl.-Phys.) haben in einer ausführlichen externer Link wissenschaftlichen Arbeit (englisch, 114 Seiten) die Existenz des angeblichen atmosphärischen Treibhauseffekts schlüssig widerlegt (unter anderem würde der Treibhauseffekt gegen den zweiten Hauptsatz der Thermondynamik verstoßen). Die Zusammenfassung der Arbeit sei hier zitiert:

Abstract

The atmospheric greenhouse effect, an idea that authors trace back to the traditional works of Fourier 1824, Tyndall 1861, and Arrhenius 1896, and which is still supported in global climatology, essentially describes a fictitious mechanism, in which a planetary atmosphere acts as a heat pump driven by an environment that is radiatively interacting with but radiatively equilibrated to the atmospheric system. According to the second law of thermodynamics such a planetary machine can never exist. Nevertheless, in almost all texts of global climatology and in a widespread secondary literature it is taken for granted that such mechanism is real and stands on a firm scientific foundation. In this paper the popular conjecture is analyzed and the underlying physical principles are clarified. By showing that (a) there are no common physical laws between the warming phenomenon in glass houses and the fictitious atmospheric greenhouse effects, (b) there are no calculations to determine an average surface temperature of a planet, (c) the frequently mentioned difference of 33°C is a meaningless number calculated wrongly, (d) the formulas of cavity radiation are used inappropriately, (e) the assumption of a radiative balance is unphysical, (f) thermal conductivity and friction must not be set to zero, the atmospheric greenhouse conjecture is falsified.


Übersetzung:

Zusammenfassung

Der atmosphärische Treibhauseffekt, eine Idee, die die Autoren bis zu den traditonellen Arbeiten von Fourier 1824, Tyndall 1861 und Arrhenius 1896 zurückverfolgen, und die immer noch in der globalen Klimatologie unterstützt wird, beschreibt im wesentlichen einen fiktiven Mechanismus, in dem eine planetarische Atmosphäre wie eine Wärmepumpe arbeitet, angetrieben durch eine Umgebung, die mit Strahlung auf das atmosphärische System einwirkt, sich aber mit dem System im Strahlungsgleichgewicht befindet. Nach dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik kann eine solche planetarische Maschine nicht existieren. Gleichwohl wird die Existenz und die solide wissenschaftliche Begründung dieses Mechanismus' in fast allen Texten der globalen Klimatologie und in der vielfältigen Sekundärliteratur angenommen. In diesem Papier werden die populäre Ansicht analysiert und die grundlegenden physikalischen Prinzipien geklärt. Indem gezeigt wird, daß (a) es keine gemeinsamen physikalischen Gesetze zwischen dem Erwärmungsphänomen in einem Glasgewächshaus und dem fiktiven atmosphärischen Treibhauseffekt gibt, (b) es keine Berechnungsmethode gibt, die die durchschnittliche Oberflächentemperatur eines Planeten bestimmen könnte, (c) die oft zitierte Temperaturdifferenz von 33C eine sinnlose und falsch berechnete Zahl ist, (d) die Formeln zur Berechung der Strahlung falsch angewandt werden, (e) die Annahme eines Strahlungsgleichgewichts unphysikalisch ist, (f) Wärmeleitung und Reibung nicht auf Null gesetzt werden dürfen, wird die Behauptung eines atmosphärischen Treibhauses widerlegt.

(externer LinkQuelle: http://www.arxiv.org/abs.0707.1161 [Preprint-Server der Cornell-Universität], Übersetzung von Andreas Kreuzmann)

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Letzte Aktualisierung: 21. Februar 2010